MEDIZINISCHE, PSYCHOLOGISCHE UND JURISTISCHE FREIGABE

Zusammenfassend müssen 3 Schritte erfolgen, ehe die Behandlung der IVF/Leihmutterschaft begonnen werden kann:

1. Medizinische Evaluation & Medizinische Freigabe:

Die medizinische Evaluation sollte keine Auffälligkeiten ergeben und insbesondere keinen Anhalt für das Vorliegen einer Infektionserkrankung erbringen (negatives FDA Screening).

Die medizinische Aufklärung muß vom behandelnden Arzt, der die IVF vornimmt erfolgen und die Einverständniserklärung muss von beiden Wunscheltern unterschrieben werden. Die Leihmutter erhält einen eigenen Aufklärungsbogen und muss diesen unterschreiben, ehe die IVF/Leihmutterschaft begonnen werden kann.

2. Psychologische Evaluation:
Es darf KEINEN Anhalt für eine psychische oder psychiatrische Erkrankung oder Auffälligkeit geben. Dies sollte einer der ersten Schritte im Gesamtprozess sein.

3. Juristische Verträge Voraussetzungen & Eventualitäten:
Einverständnis in sämtlichen Sdpekten der Behandlung und der finanziellen Absprachen. Die Verträge müssen von beiden Wunscheltern und der Leihmutter und ggf. auch deren Partner unterschrieben werden.

Sobald sämtliche aufgeführten Punkte erfüllt sind und sich daraus kein Ausschlusskriterium ergeben hat, dann kann der IVF/Leihmutter Behandlungsvorgang begonnen werden.

ERFORDERLICHE VORAUSSETZUNGEN

Medizinische Evaluation vor einer geplanten IVF Leihmutterschaft

Alle Wunscheltern, Leihmütter, Eizell- und Samenspender sollten nach den aktuellsten Leitlinien der Amerikanischen Gesellschaft für Reproductive Medicine und der Federal Drug Administration (FDA) untersucht werden.

Der heranwachsende Embryo benötigt eine gesunde Umgebung. Am CACRM verlangen wir daher als Voraussetzung für eine Leihmutterschaft eine völlig unauffällige Vorgeschichte und körperliche Untersuchung. Wir führen eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke durch, die keinen auffälligen Befund zeigen darf. Als weitere Voraussetzung führen wir eine Gebärmutterspiegelung mit einem sehr dünnen Endoskop durch, das das Innere der Gebärmutter zeigt, wo die Embryos später eingebracht werden.

Die pränatalen Laboruntersuchungen umfassen u.a. ein Screening auf übertragbare Erkrankungen. Ebenso muss die zukünftige Leihmutter gegen Röteln und Masern geimpft sein oder diese Erkrankungen nachweislich (Titerbestimmung) durchgemacht haben, da eine Infektion während der Schwangerschaft zu Missbildungen führen kann.

IVF Leihmutterschaft Psychosoziales Evaluation:

Um eine psychische Vorerkrankung auszuschliessen wird die potentielle Leihmutter psychologisch untersucht. Die Leihmutter wird auch auf ihre Zuverlässigkeit, ihre Einfühlsamkeit, ihren Respekt und die Verpflichtung gegenüber den Wunscheltern geprüft. Einer der wichtigsten Aspekte für die in Frage kommende Leihmutter ist psychische Stabilität und ein guter sozialer oder familiärer Rückhalt; falls die Leihmutter verheiratet ist muss diese Beziehung stabil sein.

Ehe die juristischen Verträge aufgesetzt werden oder eine medizinische Behandlung begonnen wird muss eine psychologische Freigabe der Leihmutter vorliegen.

FDA BESTIMMUNGEN

Die Food and Drug Administration (FDA) verlangt in den Vereinigten Staaten, dass alle Spender auf Risikofaktoren und klinisch nicht manifeste, übertragbare Infektionen und Erkrankungen hin untersucht werden.

Falls die genetischen Eltern ihr Erbmaterial (Samen und Eizelle) zur Verfügung stellen, so werden Beide als Spender betrachtet, da deren Embryonen (angefertigt aus der Eizelle der Frau und dem Samen des Mannes) in eine Leihmutter übertragen werden. Falls die Wunscheltern eine Eizellspenderin oder einen Samenspender benötigen, werden diese genauso untersucht. Die folgenden Untersuchungen werden von der FDA verlangt. Dabei ist nicht nur die Art des Testes, sondern auch der Zeitpunkt der Untersuchung relevant:
Bei der Eizellspenderin werden die Untersuchungen innerhalb von 30 Tagen vor der Spende durchgeführt, beim Samenspender erfolgen diese innerhalb von 7 Tagen vor der Spende. Beide Spender müssen eine von der FDA verlangte Anamnese und körperliche Untersuchung haben.

Zusammenfassend werden die folgenden Tests bei einem Paar durchgeführt, dessen Embryo(nen) in eine Leihmutter übertragen werden:

  • Screening Fragebogen der FDA
  • Körperliche Untersuchung wie von der FDA verlangt
  • Registrierung der Laborbestimmungen bei der FDA innerhalb von 30 Tagen vor der Eizellspende (Wunscheltern) und innerhalb von 7 Tagen vor der Samenspende.
  • HIV I & II
  • HTLV I & II
  • Hepatitis C
  • Hepatitis B (HBc und HBs Antigen)
  • Syphilis (Lues)
  • Chlamydia trachomatis & Neisseria gonorrhea (im Urin)
  • CMVc Antikörper (nur beim Samenspender)